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Ein Angelmesser richtig schärfen (Anleitung)

Mann mit Angelmesser

Foto: DmitryPoch / depositphotos.com

Beim Angeln spielt das Angelmesser wie die Angelrolle nunmal eine wichtige Rolle, weswegen es bei vielen Personen, die diesen Sport betreiben, ein wichtiger und treuer Begleiter wird. Damit dein Angelmesser aber auch wirklich lang schön bleibt und dir von Nutzen sein kann, musst du es regelmäßig schärfen und pflegen. Wie du das richtig machst, erfährst du hier.

Zubehör zum Schleifen von Messern

Um dein altes Angelmesser wieder einsatzfähig zu machen, benötigst du zunächst bestimmtes Zubehör. Dazu gehören:

  • ein Schleifbock,
  • eine Auswahl an Schleifsteinen, die verschiedene Körnungen aufweisen,
  • einen Wetzstahl,
  • Taschenstäbe, welche mit Diamanten besetzt sind.

Manches davon klingt ein wenig ausgefallen, allerdings wirst du alles davon in einem Baumarkt auftreiben.

Der Ablauf des Schleifens

Als erstes kommt der Schleifstein mit der gröbsten Körnung zum Einsatz. Er hilft dir dabei, die Schneide deines Messers von den tiefsten Scharten und sichtbaren Riefen zu befreien. Hierfür hältst du die Schneide im Winkel von ungefähr 15 Grad und ziehst sie dann so lange über den Schleifstein, bis die Scharten größtenteils ausgeglichen sind.

Ist der Vorschliff beendet, wiederholst du den selben Vorgang nacheinander mit immer feineren Schleifsteinen.

Um zu verhindern, dass die Klinge zu heiß wird und du dich sogar an ihr verbrennst, kannst du ein wenig Schleiföl verwenden. Dieses reduziert die Reibung und lässt die Klinge leichter über den Stein gleiten.

Hast du alle Steine bis auf einen durchgearbeitet, kannst du deinem Messer mit dem feinsten Schleifstein den sog. Endschliff angedeihen lassen. Von Scharten oder dergleichen sollte danach nichts mehr zu sehen sein.

Jetzt kannst du den Wetzstahl zur Hand nehmen. Mit seiner Hilfe entfernst du den Grat, der üblicherweise beim Einsatz von Schleifsteinen auf der Klinge entsteht. Dieser würde dich bei der Nutzung des Messers stören.

Dazu ziehst du den genannten Grat so lange über den Wetzstahl, bis dieser verschwunden ist. Diesen Vorgang nennt man auch „entgraten“.

Um zu testen, wie gut du deine Arbeit erledigt hast, kannst du eine Tomate verwenden. Wird diese vom Messer ohne Probleme bei wenig Druck durchtrennt, ist dein Angelmesser wieder einsatzbereit.

Vorsicht beim maschinellen Schleifen

Falls du dein Messer nicht von Hand schleifen möchtest, kannst du auch Schleif- oder Abziehscheiben dafür verwenden. Ungeübte Schleifer können dabei allerdings die Kontrolle verlieren und die Klinge ruinieren. Um das zu verhindern, sind hier wichtige Tipps und Hinweise gelistet, die solche Unfälle verhindern und dir dabei helfen, dein Messer instand zu halten.

Bevor du beginnst, solltest du immer im Kopf behalten, dass du bei drehenden Werkzeugen mehr Umsicht walten lassen musst. Andernfalls könntest du dich verletzen.

Zudem ist es glücklicherweise möglich, beinahe alle Arten von Messern mithilfe einer Maschine zu schärfen. Das minimiert den Aufwand, gerade wenn du mehrere Messer hintereinander schleifen möchtest.

Falls du einen Lamellenschleifer besitzt, den du hierfür verwenden willst, solltest du daran denken, die Schneide von der sich drehenden Scheibe weg zu drehen. Das liegt daran, dass die Klinge von der Scheibe sonst stumpf gewetzt werden würde und böse Scharten abbekommt.

Beim eigentlichen Schleifen wird zunächst eine Seite auf die Schleifscheibe oder das Band des Bandschleifers gehalten und ebenfalls im Winkel von 15 Grad bis zur Zufriedenheit geschärft.

Dieser Vorgang wiederholst du auf dieselbe Art und Weise auf der zweiten Seite.

Beim maschinellen Schleifen musst du noch mehr darauf achten, das sich dein Messer nicht zu stark erhitzt, weil es schneller geht und die Reibung größer ist.

Wenn die Schneide präzise aussieht und ein Grat zu sehen ist, ist der Vorschliff abgeschlossen.

Auf einer sog. Filzschiebe (einer anderen Scheibenart) wird dieser sichtbare Grat wieder entfernt. Die Gründe hierfür wurden bereits weiter oben genannt.

Eine andere Sorte Scheibe ist die Schwabbelscheibe. Sie ist sehr weich und besteht normalerweise aus Baumwolle. Auf diese trägst du nun etwas Polierpaste auf und entfernst so die entstandenen Schleifspuren und dünnen Bruchkanten.

Zum Schluss nimmst du einen Lappen und etwas Spiritus zur Hand, um die Reste der Polierpaste von deinem Messer zu entfernen. Es sollte danach glänzen und keine sichtbaren Kratzer aufweisen.

Fazit

Natürlich haben beide Arten des Schleifens sowohl Vor- als auch Nachteile. Das Bearbeiten mithilfe einer Maschine beschleunigt diesen Vorgang für gewöhnlich deutlich und ist normalerweise akkurater, allerdings können gerade Anfängern mehr Fehler unterlaufen und die Ausstattung ist nicht nur unhandlicher, sondern auch teurer. Gerade bei den teuren Damast- oder Santoku-Messern sollte man also Vorsicht walten lassen.

Weniger Risiko birgt das Schleifen von Hand. Zudem hätte man hier auch die Möglichkeit, die Schleisteine mit zu den Angelausflügen zu nehmen, falls man sie unerwartet doch benötigt.