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Damastmesser Vergleich

Wer ein Damastmesser kaufen möchte hat meistens die Qual der Wahl. Eine gute Hilfestellung bieten da diverse Damastmesser Ratgeber und Testseiten im Internet. Die Angebote sind vielfältig und es ist häufig schwer, einen seriösen von einem unseriösen Anbieter zu unterscheiden. Es gibt aber einige grundsätzliche Anforderungen an einen Produktvergleich, an denen man einen seriösen Anbieter erkennen kann. Zuallererst sollte er neutral sein, das heißt, der Tester sollte unvoreingenommen an das Produkt herantreten.

Außerdem sollte das Produkt nur nach objektiven Kriterien überprüft werden. Auch der Tester selbst sollte objektiv sein. Ein Produktvergleich eines bestimmten Herstellers wird immer das eigene Produkt in den Vordergrund stellen. Der Verfasser eines Produktvergleichs sollte sich mit dem jeweiligen Produkt gut auskennen. So ist eine korrekte Einschätzung der Produkteigenschaften möglich. Um abschließend eine Kaufempfehlung abgeben zu können, sollte der Test an einer repräsentativen Anzahl von Produktvarianten durchgeführt worden sein. So kann eine große Bandbreite abgedeckt werden.

Damastmesser im Vergleich

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GRÄWE Damast Santokumesser 17,5 cm Wakoli Santoku Damastmesser KAI Damastmesser Tim Mälzer 18 cm
ModellGRÄWE Damast Santokumesser 17,5 cmWakoli Santoku DamastmesserKAI Damastmesser Tim Mälzer 18 cm
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Preis

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Was ist ein Damastmesser?

Auch wenn viele Damastmesser aussehen wie gewöhnliche Küchenmesser, unterscheiden sie sich entscheidend von herkömmlichen Messern. Sie werden aus Damaszenerstahl gefertigt. Der Name dieser Stahlart ist an die syrische Hauptstadt Damaskus angelehnt. Bis heute ist allerdings nicht erwiesen, dass die ursprüngliche Herstellung von Damaszenerstahl auch in Damaskus stattfand. Tatsächlich ist die Herkunft des Stahls geschichtlich nicht eindeutig verbürgt. Allerdings weiß man, dass aus dieser speziellen Stahlsorte zuerst Schaufeln gefertigt wurden, bevor man ihre besonderen Eigenschaften für die Waffenherstellung nutzte.

Weitere Informationn zu den Santokumesser (Küchenmesser aus Damaststahl)

Die Herstellung von Damastmessern

Damastmesser werden aus Damaszenerstahl gefertigt. Dieser Stahl besteht aus zwei verschiedenen Stahlsorten. Die unterschiedlichen Eigenschaften der Stahlsorten werden durch das Hinzufügen von unterschiedlichen Metallen, wie Mangan, Silizium und Nickel, und anderen chemischen Elementen, wie Kohlenstoff, erreicht.

Eine der beiden Stahlsorten ist so besonders hart. Somit kann das Messer gut auf eine extreme Schärfe geschliffen werden und behält diese Schärfe auch bedeutend länger bei als andere Messer. Allerdings kann die harte Stahlsorte eventuelle Stöße überhaupt nicht abfedern. Stattdessen würde die Klinge des Messers schnell brechen.

Deswegen wird diesem harten Stahl noch eine zähe Stahlsorte beigemengt. Dazu werden die beiden Stahlsorten beim Schmieden übereinandergelegt und immer wieder gefaltet. So entsteht ein scharfes Messer, das stoßunempfindlich und trotzdem hart ist. Die umeinander gefalteten Stahlsorten werden beim Schleifen des Messers sichtbar und bilden zusammen das Hersteller beeinflusst werden

Die einzigartige Musterung

Die Musterung entsteht im Fertigungsprozess und kann gezielt vom Hersteller beeinflusst werden. Vor allem bei handgearbeiteten Messern unterscheiden sich diese Musterungen teils gravierend voneinander. Die wellenförmige Schraffur der Klinge entsteht ganz automatisch durch das Falten und Übereinanderlegen der verschiedenen Stahlsorten. Es gibt jedoch auch Möglichkeiten, das Muster gezielt zu verändern.

Damastmesser Musterung

Damastmesser Musterung

Das gestempelte Muster entsteht beim Schmieden. Der Schmied nutzt zum Erzeugen dieses Musters verschiedene Gesenke, die während des Schmiedeprozesses in das Messer eingeschlagen werden.

Das geschnittene Muster wird schon vor dem Schmieden angelegt. Dazu wird aus dem rohen Damaszenerstahl etwas Material entfernt, zum Beispiel durch bohren, schleifen oder fräsen. Erst danach beginnt der Prozess der Messerherstellung.

Ein ganz spezielles Muster ist das Torsionsmuster. Das entsteht durch Drehen des Rohstahls im Schmiedeprozess und ist, im Gegensatz zu den anderen Mustern, ausgesprochen gleichmäßig. So ein Muster zu erzeugen ist eine äußerst schwierige Arbeit. Aus diesem Grund wird es kaum noch gefertigt. Schon früher trugen nur die wohlhabendsten Krieger ein solches Schwert und dann meistens auch nur zur Zierde. Zum Kämpfen war ein solches Messer schon damals zu schade.

Um das Muster am Ende des Fertigungsprozesses sichtbar zu machen, wird die Klinge mit Säure behandelt. Verschiedene Stahlsorten reagieren unterschiedlich auf diese Behandlung. So wird das Wellenmuster deutlicher sichtbar.

Arten von Damastmessern

Damastmesser eignen sich aufgrund ihrer Eigenschaften für alle Einsatzgebiete, in denen ein scharfes, flexibles und hartes Messer gebraucht wird. Ob unterwegs, in der Küche oder in der Wildnis spielt dabei keine Rolle. Für jede Gelegenheit gibt es ein passendes Messer.

Taschenmesser

Taschenmesser aus Damaststahl sind, im Gegensatz zu gewöhnlichen Taschenmessern, vielseitiger und beständiger. Sie verlieren weniger schnell ihre Schärfe und sind sowohl für Holzschnitzerei als auch für das Zubereiten von Essen auf freiem Feld geeignet. Im Handel sind sie in verschiedensten Formen und Größen zu finden. Je nachdem, wofür der Käufer das Messer verwenden möchte, sollte er eine Größe auswählen, die ihm gut in der Hand liegt und ihn trotzdem nicht durch ihr Gewicht beim Bewegen behindert.

Jagdmesser

Die besondere Schärfe von Messern aus Damaststahl macht sie zur Häuten und Zerlegen. Die unvergleichlich scharfe Klinge hilft dem Jager dabei, das Tier zu erlegen, ohne ihm dabei unnötiges Leid zu bereiten. Auch das Häuten und Zerlegen des Tiers gelingt mit einem Damastmesser problemlos. Wichtig für den Erhalt der Schärfe ist eine geeignete Tasche, in der das Jagdmesser sicher und vor Stößen geschützt untergebracht werden kann.

Küchenmesser

Die beliebteste und am weitesten verbreitete Art von Damastmessern ist das Küchenmesser. Wie bei herkömmlichen Küchenmessern gibt es auch hier unzählige Formen und Größen für die verschiedensten Aufgaben, die Küchenmesser zu erfüllen haben.

Aus diesem Grund gibt es häufig Küchenmesser Sets im Angebot verschiedener Shops. So hat man auf einen Schlag vom Schälmesser bis zum Fleischmesser alles, was das Herz eines Kochs höherschlagen lässt. Eine geeignete Pflege ist hier unabdingbar, um die Schärfe des Messers zu erhalten.

Damastmesser Qualitätsmerkmale

Wer ein Damastmesser kaufen möchte, steht vor einer großen Herausforderung. Die unzähligen Hersteller, Herstellungsarten und Formen bieten eine Vielzahl von Entscheidungsmöglichkeiten. Einige Merkmale sind jedoch wichtig, damit der Käufer ein Messer auswählt, welches seinen Anforderungen entspricht und ihn über eine lange Zeit begleitet.

Die wichtigste Eigenschaft – Schärfe

Zu allererst spielt die Härte des Messers eine entscheidende Rolle. Sie gibt auch an, wie scharf ein Messer geschliffen werden kann. Die Anzahl der Lagen von Stahl, der bei der Herstellung des Messers verarbeitet wurde, gibt darüber Auskunft. Ein Messer sollte 272 bis 512 Lagen besitzen. So ist eine ausreichende Vermischung der beiden Stahlsorten garantiert. Das Messer ist ausreichend hart und zäh und wird ein zuverlässiger Begleiter für den Käufer.

Nicht nur Dekoration – die Musterung

Das Muster eines Damastmessers gibt Aufschluss über die Wertigkeit. Außerdem zeigt es, wie geschickt der Schmied in der Herstellung des Messers gearbeitet hat. Im Großen du ganzen kann man aber über das Muster keine konkreten Aussagen über die Qualität des Messers geben, da jedes Messer aus Damaststahl ein solches Muster besitzt.

Schön und handlich – der Griff

Wichtig für den Nutzer eines Messers ist der Griff. Länge und Form des Griffs haben entscheidende Auswirkungen darauf, wie gut das Messer in der Hand liegt und wie gut es sich führen lässt. Die Optimierung von Messergriffen ist seit Langem eine der größten Aufgaben der Messerschmiede. Welche Grifform und -länge jedem einzelnen Menschen am meisten entgegenkommt, hängt genauso sehr von der individuellen Handform ab, wie von den jeweiligen Vorlieben des Nutzers. Beim Kauf sollte das Messer also auf jeden Fall auf seine Handlichkeit überprüft werden.

Schärfe in Form und Funktion – die Klingenform

Die Form der Klinge hängt natürlich von der Art des Messers ab. Ein Küchenmesser hat eine andere Klingenform als ein Jagdmesser. Allerdings haben unterschiedliche Fleischmesser, Jagdmesser, Schälmesser und andere Messer auch unterschiedliche Klingenlängen und Formen. Ähnlich wie beim Griff kommt es auch hier ganz auf die Vorlieben des Nutzers an.

Die Klinge sollte nicht zu lang sein, um eine bequeme Handhabung zu sichern. Außerdem sollte ein Damastmesser nicht nur von einer Seite angeschliffen werden. Es sollte in jedem Fall beidseitig geschliffen sein. So wird ein leichtes Eindringen in das zu schneidende Material garantiert.

Worin unterscheiden sich Damastmesser?

Damastmesser unterscheiden sich, wie weiter oben beschrieben, vor allem nach Ihrem Zweck. Allerdings lassen sich auch in der Herstellung gewichtige Unterschiede feststellen.

Damastmesser

Industrieller Kernstahl

Die meisten heute hergestellten Messer aus Damaszenerstahl werden mit Hilfe des sogenannten Kernstahls gefertigt. Dabei bildet eine Stahlsorte einen Kern, um den der gefaltete Damaszenerstahl wie eine Hülle herumgelegt wird. Da so nur ein Teil des, meist industriell gefertigten Messers aus dem wertvollen Material besteht, sind diese Messer verhältnismäßig günstig. Aber nicht nur der Preis macht sie bei Käufern besonders beliebt. Der Kern aus Stahl macht die Klinge viel bruchfester als Klingen, die vollständig aus Damast bestehen.

Wilder Damast

Als Wilden Damast bezeichnet man den Stahl, der aus handgeschmiedeten Lagen von hartem und zähem Stahl besteht. Das Attribut „wild“ umschreibt hier nicht etwa eine natürliche Herkunft des Materials. Viel mehr bezeichnet es die Einzigartigkeit jedes einzelnen mit der Hand gefertigten Messers. Durch die Handarbeit gibt der Schmied jedem Messer eine charakteristische und einzigartige Optik. Die Herstellung eines solchen Messers ist ungleich aufwändiger, als die Herstellung eines Messers aus Kernstahl. Daher kommt auch der hohe Preis eines solchen Messer, der meistens erst bei 1000€ beginnt. Von Vorteil ist es, dass sich das Messer nahezu unbegrenzt nachschleifen lässt. Allerdings ist es weniger bruchbeständig als Messer mit Kernstahl.

Damastmesser Zubehör

In den meisten Damastmesser Shops gibt es allerhand Zubehör zu kaufen. Da die Messer einen vergleichsweise hohen Wert besitzen, sollten sie auch ein Messerleben lang gut gepflegt werden. Unter keinen Umständen sollte so ein Messer in der Spülmaschine gereinigt werden. Stattdessen empfiehlt sich zum Reinigen der Klinge ein feines, feuchtes Tuch. Dieses sollte zusammen mit Kokos- oder Kamelienöl mit dem Messer erworben werden.

Das Öl schützt die Klinge vor Verunreinigungen und erhält somit die Schärfe. Das regelmäßige Nachschärfen des Messers sollte mit einem Wetzstein erfolgen. Wenn man sich das Schärfen selber zutraut, kann man Wetzsteine in verschiedenen Körnungen (250-300 für die Beseitigung von größeren Beschädigungen, ab 1000 zum Schärfen, ab 3000 zum Polieren) ebenfalls in den meisten Shops erhalten.

Die Messer werden meistens in gepolsterten Boxen geliefert, um die wertvolle Klinge zu schützen. Man kann entweder diese Box zur Aufbewahrung nutzen oder auch einen Messerblock oder eine Magnetschiene verwenden. In einer Besteckschublade hat das Damastmesser nichts zu suchen. Durch das Zusammenstoßen mit anderem Besteck wird die Klinge schnell stumpf und kann sogar schartig werden und Brechen. Ebenso schädlich für die Klinge ist es, wenn man mit ihr auf einem harten Untergrund schneidet. Ein nützliches Zubehör ist hier ein Schneidebrett aus Holz.



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